Die Fachschaften Medizin Vorklinik und Klinik vertreten die Studierenden in der studentischen und der universitären Selbstverwaltung, sowie auf nationaler und internationaler Ebene in der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (BVMD) und der International Federation of Medical Students Associations (IFMSA).
Sie setzen sich zusammen aus den gewählten Mitgliedern des jeweiligen Fachschaftsrates (FSR) und einigen Helfern. Der Fachschaftsrat wird jedes Semester von der Vollversammlung der Medizinstudierenden gewählt. Die Organisation mindestens einer Vollversammlung im Semester obliegt dem amtierenden Fachschaftsrat in Vorklinik und Klinik.
Zu den Aufgaben der Fachschaftsräte gehört auch die die Mitgliedschaft im ZeFaR (Zentraler Fachschaftenrat) der Universität welcher die Fachschaften aller Fachbereiche im AStA vertritt.
Im Rahmen der universitären Selbstverwaltung besetzen die Mitglieder des Fachschaftsrates Ämter in verschiedenen Gremien und Ausschüssen.
Dazu gehören:
- der Fachbereichsrat
- der Ausschuss für die Lehre mit seinen AGs
- der Haushaltsausschuss
- der Forschungsförderungsausschuss
- der Bibliotheksausschuss
- verschiedene Leitungskollegien von Instituten
- Berufungskommissionen
sowie einige weitere Ausschüsse.
Neben den verwaltenden Tätigkeiten hat es sich die Fachschaft vor allem zum Ziel gesetzt, die Studierenden zu unterstützen und ihnen zur Seite zu stehen.
Besonders wichtig ist dabei die Skripten- und Altklausurensammlung, die mit Hilfe der Studierenden so aktuell wie möglich gehalten wird. Außerdem unterhält die Fachschaft eine Homepage auf der diese Sammlung eingesehen werden kann und aktuelle Informationen bekannt gegeben werden. In einem eigens eingerichteten Forum können die Studierenden zu ihnen wichtigen Themen Stellung nehmen oder Fragen an andere Leser des Forums stellen.
Über die Homepage ist es den Usern jederzeit möglich per Email Kontakt mit den Mitgliedern des Fachschaftsrates aufzunehmen. Die regelmäßig durchgeführte Evaluation der Lehrveranstaltungen findet ebenfalls mit Unterstützung der Fachschaft statt.
Mit dem „Medical Equipment“ bietet die Fachschaft die Möglichkeit preisgünstig und zeitnah die wichtigsten im klinischen Studienabschnitt benötigten Utensilien, wie Stethoskop oder Reflexhammer zu erwerben. Außerdem finden einmal im Semester Sammelbestellungen für verschiedene Lehrbücher satt. In der Vorklinik finden Sammelbestellungen für Präparationskästen statt.
Um die Studierenden in den Prüfungsphasen zu unterstützen verwaltet die Fachschaft mit dem Projekt „Mediquest“ eine Sammlung von Prüfungsprotokollen der Staatsexamina, welche die Prüflinge vor der mündlichen Prüfung gegen ein geringes Pfand einsehen können. Wenn der Prüfling nach seiner Prüfung fristgemäß ein eigenes Protokoll verfasst, bekommt er sein Pfand zurück, damit wird sichergestellt, dass die Protokolle ständig aktualisiert werden.
Zur Förderung der praktischen
Fähigkeiten wurde vor einigen Jahren das „Skills Lab“ gegründet,
welches inzwischen eigenständig organisiert ist, aber von der
Fachschaft unterstützt wird. Das „Skills Lab“ organisiert in Zusammenarbeit
mit Ärzten und Professoren praktische Kurse, wie zum Beispiel einen
gynäkologischen Untersuchungskurs, Nahtkurse, Sonographiekurse oder
Auskultationskurse. Außerdem besitzt das „Skills Lab“ künstliche
Arme an denen die Studenten beispielsweise das Blutabnehmen erlernen
können und Präparatkästen der Pathologie mit welchen sie sich während
der ausgedehnten Öffnungszeiten des „Skills Labs“ auf die Pathologie
Prüfung vorbereiten können.
Die Fachschaft in Form einer Lokalvertretung des BVMD-Austausches (vormals Deutscher Famulantenaustausch) hilft den Studieren bei der Planung und Realisierung von Auslandsaufenthalten. Interessierte können sich für den Famulanten-Austausch (Professional Exchange), den wissenschaftlichen Austausch (Research Exchange) oder Public Health Projekte bewerben. Die Lokalvertretung unterstützt die Studierenden bei der Bewerbung und bei der Reiseplanung. Vor allem hat sie aber die Aufgabe, die aus dem Ausland kommenden Studierenden während ihres Aufenthaltes zu betreuen.
Des weiteren unterhält die Fachschaft einige öffentlich wirksame Projekte, wie die Teddyklinik und den MSV. Seit einiger Zeit betreibt die Fachschaft außerdem eine AG für Palliativmedizin.
Die Teddyklinik findet in der Regel ein- bis zweimal pro Jahr an verschiedenen Orten statt. Sie soll Kindern die Angst vor Ärzten und Krankenhäusern nehmen. In einem Sanitätszelt behandeln Studierende im Kittel die imaginären Krankheiten der Schmusetiere, die von den Kinder zum „Arzt“ gebracht werden.
Mit Sicherheit verliebt (MSV) ist eine Initiative zur sexuellen Aufklärung von Jugendlichen.
Die Mitglieder des MSV besuchen Schulen und reden mit den Jugendlichen über Verhütung, Geschlechtskrankheiten und alles was die Schüler bewegt. Wegen des geringeren Altersunterschieds zwischen Studierenden und Schülern ist die Hemmschwelle der Jugendlichen oft geringer, als gegenüber der Lehrer, so gelingt es den Studierenden leichter die Schüler sinnvoll aufzuklären.
Wieder ins Leben gerufen wurde der „Onkel Doktor“ die Zeitschrift der Fachschaft, welche sich mit Themen, die die Studierenden in ihrem Studium bewegen befasst. Der „Onkel Doktor“ soll in regelmäßigen Abständen erscheinen und wird kostenlos an die Studierenden verteilt, die erste Ausgabe nach Wiedererscheinen fand begeisterte Resonanz.
Aus den Reihen der Fachschaft hat sich inzwischen auch ein Verein gegründet, der FMR, Verein zur Förderung der Medizinstudierenden in Rheinland-Pfalz, welcher seit März 2006 als gemeinnützig anerkannt ist. Er fördert Projekte, die der Verbesserung der medizinischen Ausbildung dienen.
Um Engagement in der Lehre zu belohnen und einen Ansporn zu schaffen sich in der Lehre zu bemühen, verleihen die Fachschaften der Medizin und Zahnmedizin gemeinsam jedes Semester den „Preis der Lehre“ an einen von den Studierenden des vorklinischen und klinischen Studienabschnitts gewählten Lehrkörper.





